Ihre Nachricht vom: 19. März 2011
Unser Zeichen: 1-5892713906
Sehr geehrter Herr Ising,
vielen Dank für Ihre Zuschrift an die NVBW, die uns um die Beantwortung gebeten hat.
Gern möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben entspannt mit der Bahn reisen zu können. Jedoch ist es in der Vergangenheit wiederholt vorgekommen, dass nicht genügend Wagen zur Verfügung standen. Als treuer Kunde mussten Sie diese Erfahrung bedauerlicherweise häufiger machen. Wir bitten Sie deshalb um Entschuldigung.
Wir haben mit den zuständigen Kollegen der Werkstatt und des Flottenmanagements gesprochen. Durch den strengen Winter waren überdurchschnittlich viele Fahrzeuge reparaturbedürftig. Gleichzeitig wurden in dieser kritischen Zeit Revisions- und Fristarbeiten soweit machbar verschoben, um möglichst viele Fahrzeuge zur Verfügung zu haben. Die Verantwortlichen sind nun dabei sukzessive diesen Rückstau abzuarbeiten. Gleichzeitig kam es leider zu einer zufälligen Anhäufung von Schadensfällen. Die gesamte Werkstatt ist mit der Aufarbeitung derzeit voll ausgelastet.
Um die Situation zu entspannen werden in unserer Werkstatt Sonderschichten gefahren, Schichtverlängerungen und auch Wochenendschichten durchgeführt. Ebenso wurde eine personelle Verstärkung der Werkstatt eingeleitet und umgesetzt. Auch haben wir Fahrzeuge in Nachbarwerkstätten geleitet um unsere Werkstatt zu entlasten.
An manchen Tagen kam es trotzdem leider zu Engpässen bei der Verfügbarkeit unserer Wagen. Momentan hat sich die Lage wieder etwas entspannt. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass es in nächster Zeit zu keinem derart gehäuften Fehlen von Wagen kommen wird.
Der von Ihnen genutzte Zug wurde tatsächlich wegen der Überbesetzung des Zuges über die Altbaustrecke umgeleitet. Dies erfolgt aus Sicherheitsgründen immer bei einem Besetzungsgrad von über 200%.
Zum Thema Zugpersonal:
Aufgrund der Schilderung könnte man vom Verhalten des Zugbegleitpersonals tatsächlich keinen guten Eindruck gewinnen. Nach einer Befragung der eingesetzten Personale stellt sich der Sachverhalt so dar. Die beiden Zugbegleiterinnen haben sich tatsächlich im Türbereich des Steuerwagens aufgehalten. Dieser Standort wurde u.a. deshalb gewählt um von dort aus die Durchsagen machen zu können. Ein planmäßiges Begehen des Zuges zur Fahrkartenkontrolle o.ä. war wegen der Überfüllung des Zuges kaum möglich. Sie haben sich allerdings nicht in den Führerstand selbst, ohne Kontakt zu den Kunden, zurückgezogen. Vielmehr waren sie im Steuerwagen durchgehend mit den sie umgebenden/aufsuchenden Kunden beschäftigt. So wurden z.B. alleine zwischen Stuttgart und Vaihingen/Enz 20 Bescheinigungen für Kunden (Fehlen der 1.Klasse) ausgestellt. Unter den gegebenen Umständen ist ein Fehlverhalten hier nicht erkennbar. Beide Mitarbeiterinnen gelten im Bezug auf Arbeitsqualität und Kundenservice als vorbildlich.
Sehr geehrter Herr Ising, wir möchten uns bei Ihnen für die Unannehmlichkeiten in aller Form entschuldigen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch in Zukunft die Treue halten.
Wenn Sie weitere Fragen oder Anregungen zu Ihrem Nahverkehr in der Region haben, können Sie uns gern anrufen. Sie erreichen uns unter 0180 5 99 66 33 (14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 42 ct/Min.) täglich rund um die Uhr. Nennen Sie bitte nach der telefonischen Begrüßung das Stichwort „Nahverkehr“ oder drücken Sie die 31. Wir helfen Ihnen gern weiter!
Mit freundlichen Grüßen aus Stuttgart
i. A. Heidi Petzold
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Registergericht: Frankfurt am Main, HRB 50977
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Vorstand: Frank Sennhenn (Vorsitzender), Kay Euler, Michael Hahn, Dr. Manfred Rudhart, Dr. Bettina Volkens
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Ulrich Homburg
Damit wurde den von mir gestellten Fragen geschickt aus dem Weg gegangen. Knapp 4 Wochen für die Bentwortung von 6 Fragen ist, meiner Meinung nach, sehr viel.